Moderne mittel- und hochgeschossige Gebäude benötigen permanente, speziell entwickelte Fassadenzugangsausrüstung für sichere Wartungsarbeiten an der Gebäudeaußenseite. Das richtige System hängt von der Gebäudehöhe, der Fassadengeometrie, der Dachkonfiguration und den langfristigen Wartungsanforderungen ab und nicht allein von einer bevorzugten Zugangsart. Von permanenten Building Maintenance Units bis hin zu Davit-Systemen, Monorails, Portalen und Hängeplattformen wird jede Lösung so ausgelegt, dass sie spezifische Wartungsherausforderungen bei unterschiedlichen Gebäudetypen bewältigt. Fassadenzugangssysteme werden idealerweise bereits in der Gebäudeplanungsphase integriert, doch Nachrüstlösungen ermöglichen es auch bestehenden Bauwerken, moderne betriebliche und sicherheitstechnische Anforderungen zu erfüllen.
Kurzübersicht zur Ausrüstung für die Gebäudewartung Arten von Fassadenzugangsausrüstung für die GebäudewartungUnterschiedliche Gebäude erfordern unterschiedliche Fassadenzugangslösungen. Das richtige Fassadenzugangssystem hängt von der Gebäudehöhe, der Dachkonfiguration, der Fassadengeometrie und der Art der erforderlichen Wartungsarbeiten ab. Manche Projekte benötigen permanente, auf dem Dach montierte Building Maintenance Units, während andere tragbare Davit-Systeme, Monorails oder individuell konstruierte Zugangsplattformen einsetzen. Das Verständnis der Funktionsweise und des jeweils geeigneten Einsatzbereichs hilft Architekten, Fassadenberatern, Projektentwicklern und Facility-Managern, die wirksamste langfristige Lösung auszuwählen.
Eine Building Maintenance Unit (BMU), häufig auch als Dachfahrwagen bezeichnet, ist ein permanentes, auf dem Dach montiertes Fassadenzugangssystem, das vor allem für Hochhäuser und Supertall-Gebäude ausgelegt ist. BMUs ermöglichen einen sicheren und effizienten Zugang für Außenreinigung, Fassadeninspektion, Glasaustausch und langfristige Wartungsarbeiten an komplexen Gebäudehüllen.
Ein BMU-System besteht aus mehreren integrierten Komponenten, die zusammenarbeiten, um eine Hängeplattform präzise entlang der Gebäudefassade zu positionieren. Der Fahrrahmen beziehungsweise Dachfahrwagen bewegt sich auf Dachschienen und trägt dabei die Ausleger- oder Jib-Baugruppe. Abhängig von der Gebäudegeometrie kann der Jib fest, teleskopierbar oder mit einem Wippmechanismus ausgestattet sein, um Rücksprünge, zurückgesetzte Fassadenbereiche und unterschiedliche Fassadenprofile zu erreichen. Die Hängeplattform wird mit integrierten Treibscheibenwinden wie Tirak-Winden gehoben und gesenkt, während elektrische und hydraulische Steuerungen die Fahr-, Wipp- und Vertikalbewegungen regeln.
Kompakte BMUs bedienen in der Regel Gebäude bis etwa 150 m, modulare Systeme bis etwa 300 m, und vollständig kundenspezifisch konstruierte Systeme werden für Supertall-Bauwerke entwickelt. Kompakte Systeme kommen häufig auf kleineren Dächern mit unkomplizierter Fassadengeometrie zum Einsatz, während modulare und vollständig kundenspezifische BMUs für architektonisch komplexe Türme und Supertall-Strukturen ausgelegt werden. Sonderkonfigurationen können Gelenkjibs, mehrstufige Teleskopausleger und fortschrittliche Fahrsysteme umfassen, die speziell für gekrümmte oder geneigte Fassaden entwickelt wurden.
Ein wesentlicher Vorteil eines BMU-Systems besteht darin, dass die Hebetechnik direkt im Dachfahrwagen untergebracht ist. Dadurch sind keine externen Stromleitungen zur Hängeplattform erforderlich, was die Betriebssicherheit erhöht und gleichzeitig die Komplexität der Kabelführung sowie die Exposition bei Fassadenwartungsarbeiten reduziert.
Weitere Informationen dazu, wie Building Maintenance Units die Effizienz der langfristigen Fassadenpflege verbessern, finden Sie in unserem BMU-Effizienzleitfaden.
| Komponente | Funktion | Typische Spezifikation | Inspektionsintervall |
|---|---|---|---|
| Fahrrahmen / Dachfahrwagen | Bewegt die BMU auf der Dachschiene und positioniert sie über dem Arbeitsbereich | Angetriebene Vorderräder, Fahrgeschwindigkeit ca. 6 m/min (20 ft/min); Führung durch seitliche Führungsrollen auf L-förmiger oder I-Träger-Schiene | Jährliche Inspektion und routinemäßige Serviceprüfungen |
| Ausleger / Jib | Fährt vom Dachfahrwagen nach außen, um die Hängeplattform an der Fassade zu positionieren | Hydraulischer Wippzylinder; feste, wippbare oder teleskopierbare Ausführungen; Reichweite bis 6 m (20 ft) | Jährliche Inspektion, zusätzliche Prüfungen nach starker Nutzung oder ungewöhnlichen Bewegungen |
| Hängeplattform / Arbeitskorb | Transportiert Wartungspersonal, Werkzeuge und Reinigungsmaterialien entlang der Fassade | Aluminiumkonstruktion; modulare Längen von 1 m bis über 10 m; Mindesttragfähigkeit 500 lb (220 kg); Zweipunktaufhängung | Prüfung vor der Nutzung und planmäßige Inspektion |
| Hubsystem | Hebt und senkt die Hängeplattform über Drahtseile | Treibscheibenwinden wie Tirak-Systeme mit Druckrollen-Klemmung; vier unabhängige verzinkte Stahldrahtseile | Regelmäßige Seilprüfung, jährliche Inspektion und Austausch nach Verschleiß oder Herstellervorgaben |
| Schienensystem | Führt die BMU entlang des Gebäudeumfangs auf Dachebene | L-förmige Führungsschiene, I-Träger-Schiene oder tragfähige Betonfahrbahn; auf Dach oder Attika montiert | Jährliche Inspektion und Ausrichtungsprüfung |
| Steuerungssystem | Bedient alle BMU-Funktionen einschließlich Fahren, Wippen und Heben | Doppelte Bedienfelder auf Dach- und Plattformebene; drahtlose, Leiterkern- oder Kabelkommunikation möglich | Funktionsprüfungen bei Servicebesuchen und jährliche Inspektion |
Motorisierte Davit-Fahrwerke sind schienengeführte Fassadenzugangslösungen für mittel- und hochgeschossige Gebäude bis zu einer Höhe von etwa 200 m (650 ft). Wenn eine herkömmliche BMU aufgrund begrenzter Dachverhältnisse, der Fassadengestaltung oder des Projektbudgets nicht praktikabel ist, bieten diese Systeme eine wirtschaftlichere Alternative zu einer vollständigen Dachfahrwagen-Konfiguration.
Anstelle eines großen Kran-Auslegers fährt das System kontinuierlich auf Dachschienen und trägt einen Davit-Arm, an dem die Arbeitsplattform hängt. Dadurch entfällt der arbeitsintensive Prozess, tragbare Davits während der Fassadenwartung manuell zwischen einzelnen Hülsen umzusetzen.
Motorisierte Davit-Fahrwerke unterstützen zudem eine ästhetische Integration auf dem Dach. Der Mast kann in der Regel abgesenkt und bei Nichtgebrauch aus dem Sichtfeld gebracht werden, sodass klare Dachlinien bei Bürohochhäusern, Hotelprojekten und Wohngebäuden erhalten bleiben.
Je nach betrieblichen Anforderungen kann ein einzelner Davit einen Ein-Mann-Inspektionskorb tragen oder mit einem zweiten Davit kombiniert werden, um eine vollständige motorisierte Plattform aufzuhängen. Diese Flexibilität macht motorisierte Davit-Fahrwerke zu einer effizienten Lösung für Gebäude, die einen zuverlässigen Zugang entlang des Gebäudeumfangs benötigen, ohne den Umfang einer vollständigen BMU-Installation.
Tragbare Davit-Systeme gehören in Nordamerika weiterhin zu den am häufigsten eingesetzten Fassadenzugangslösungen für niedrige und mittelhohe Gebäude. Diese Systeme kombinieren permanent installierte Davit-Sockel mit tragbaren Mast- und Auslegerbaugruppen, die je nach Bedarf auf dem Dach umgesetzt werden können.
Das System besteht typischerweise aus fest in der Struktur verankerten Davit-Hülsen, tragbaren Davit-Armen und einer motorisierten Hängeplattform, beispielsweise einer Tracmod-Plattform, die an zwei Drahtseilen hängt. Die meisten tragbaren Davits sind als leichte zweiteilige Baugruppen ausgeführt, um Handhabung und Transport auf dem Dach zu erleichtern. In die Mastbaugruppe integrierte Räder vereinfachen zusätzlich das Umsetzen zwischen den Davit-Sockeln.
Bei Nichtgebrauch können Davit-Masten abgesenkt und aus dem Sichtfeld gebracht werden, um die Sichtbarkeit auf dem Dach zu minimieren und das architektonische Erscheinungsbild des Gebäudes zu erhalten. Motorisierte Plattformen verfügen außerdem über mehrere integrierte Sicherheitssysteme, darunter eine Notabsenkfunktion, Neigungsüberwachung, Schlaffseilerkennung sowie obere und untere Hindernissensoren, die sichere Fassadenwartungsarbeiten unterstützen.
Tragbare Davit-Systeme bleiben beliebt, weil sie zuverlässigen Fassadenzugang ermöglichen, ohne große permanente Dachmaschinen zu benötigen. Für viele Gebäude bieten sie das ideale Gleichgewicht zwischen betrieblicher Flexibilität, geringeren Installationskosten und langfristiger Wartungsfähigkeit.
Monorail-Systeme, fahrbare Leitern und Railscaf-Plattformen sind spezialisierte Fassadenzugangslösungen für durchgehende Fassaden, Atrien, Oberlichter und verglaste Innenbereiche. Diese Systeme führen eine Plattform oder Leiter entlang permanent installierter Schienen, die je nach Gebäudegeometrie horizontal, vertikal oder über geneigte Flächen verlaufen können.
Fahrbare Leitern können manuell oder motorisiert betrieben werden, um die Bewegung über größere Spannweiten zu erleichtern. Monorail- und schienengeführte Systeme werden häufig direkt in die Gebäude Architektur integriert, sodass sie sich an angrenzende Oberflächen, Tragwerkselemente und Farbschemata anpassen. Dadurch eignen sie sich besonders für stark einsehbare Innenräume, in denen das Verbergen der Ausrüstung und die visuelle Integration wichtige Gestaltungsanforderungen darstellen.
Eine frühe Abstimmung während der Gebäudeplanung ist bei Monorail-Layouts besonders wichtig. Eine sorgfältige Koordination ermöglicht die effizienteste Trassenführung und reduziert gleichzeitig strukturelle Komplexität und Installationskosten.
Portale und Laufstege bieten feste oder mobile Zugangslösungen für spezielle Wartungsanwendungen, darunter Glasatrien, Wartungszonen auf Dächern, Brückenunterseiten, Stadionkonstruktionen und Industrieanlagen. Mobile Portale können auf integrierten Schienen verfahren, während feste Laufstege dauerhafte erhöhte Wege für regelmäßige Inspektions- und Wartungsarbeiten schaffen.
Kundenspezifische Portalsysteme werden häufig für nicht standardisierte Konstruktionen entwickelt, bei denen herkömmliche hängende Zugangsausrüstung nicht praktikabel ist. Ihre Auslegung wird gezielt an die Geometrie, Umweltbedingungen und betrieblichen Anforderungen des jeweiligen Projekts angepasst.
Rückhalteanker und horizontale Seilsicherungssysteme sind wesentliche unterstützende Komponenten jeder Fassadenzugangsanlage. Diese Systeme dienen als sekundäre Sicherung für hängende Ausrüstung und zugleich als persönliche Absturzschutzsysteme für Arbeiten in der Höhe.
Permanente Anker sind üblicherweise in dachmontierten, wandmontierten und bündig montierten Ausführungen erhältlich. Bündig montierte Systeme sind besonders auf Dächern sinnvoll, auf denen hervorstehende Anker den Fußverkehr oder die architektonische Gestaltung beeinträchtigen könnten.
Gemäß OSHA 1910.66 Appendix C werden permanente Rückhalteanker üblicherweise für eine Gebrauchslast von 5.000 lb (22,2 kN) in jede Richtung mit einem Sicherheitsfaktor von 4:1 ausgelegt, woraus sich eine Bruchlast von etwa 20.000 lb (89 kN) ergibt. Je nach Rechtsraum und Systemtyp können Verankerungssysteme für den Fassadenzugang nach OSHA 1910.66 und 1910.140, EN 1808 und EN 795, CAN/CSA Z271 und Z259, ASME-Anforderungen sowie regionalen Vorschriften wie Cal/OSHA ausgelegt werden. Bei Fassadenzugangsprojekten im Vereinigten Königreich kann je nach Art der hängenden Zugangsausrüstung und Einsatzumfang auch BS 6037 gelten.
Horizontale Seilsicherungssysteme wie Travsafe ermöglichen es Beschäftigten, sich sicher über Dächer zu bewegen und dabei durchgehend mit einem zugelassenen Anschlagsystem verbunden zu bleiben. In Kombination mit Auffanggurt, Verbindungsmittel und Seilklemme können diese Systeme bei Fassadeninspektionen und Wartungsarbeiten auch als persönliche Absturzsicherungspunkte dienen.
Selbstangetriebene Arbeitskörbe sind Arbeitsplattformen, die in verschiedenen Fassadenzugangssystemen wie Davits, Monorails und Portalen eingesetzt werden. Diese Hängeplattformen bieten Wartungspersonal einen sicheren Arbeitsbereich für Reinigungs-, Inspektions-, Reparatur- und Sanierungsarbeiten an Gebäudeaußenflächen.
Moderne Arbeitskörbe bestehen typischerweise aus leichtem Aluminium und sind mit integrierten Treibscheibenwinden für kontrollierte Vertikalbewegungen ausgestattet. Die Systeme sind modular erhältlich und reichen von kompakten Ein-Personen-Körben bis hin zu größeren mehrteiligen Plattformen für schwere Wartungsarbeiten.
Integrierte Sicherheitssysteme, robuste Konstruktionen und witterungsbeständige Komponenten ermöglichen einen zuverlässigen Betrieb dieser Plattformen im Innen- wie im Außenbereich.
Auswahl der richtigen Fassadenzugangsausrüstung nach GebäudetypDas geeignete Fassadenzugangssystem wird vom Gebäude selbst bestimmt und nicht allein von einer bevorzugten Ausrüstung. Gebäudehöhe, Dachkonfiguration, Fassadengeometrie, Bekleidungsmaterialien und langfristige Wartungsanforderungen beeinflussen die endgültige Lösung. Einige Projekte benötigen ein einzelnes Zugangssystem, andere kombinieren mehrere Systeme an unterschiedlichen Höhen und Fassadenbedingungen.
Gewerbliche Bürotürme und hochgeschossige Wohnprojekte setzen typischerweise BMUs oder motorisierte Davit-Fahrwerke ein, um den gesamten Gebäudeumfang abzudecken. Schienengeführte Systeme ermöglichen Wartungsteams den sicheren Zugang zu großen Fassadenflächen und unterstützen gleichzeitig eine langfristig effiziente Betriebsweise. Um die Dachästhetik zu erhalten, integrieren viele Projekte Verbergungslösungen wie Absenkgruben, Dachgaragen und versenkbare Davit-Masten. Gebäude mit Rücksprüngen, Podien oder mehreren Ebenen können außerdem eine Kombination verschiedener Systeme erfordern, etwa eine BMU für den Hauptturm und Davit-Systeme für niedrigere Dachbereiche.
Tragbare Davit-Systeme mit motorisierten Plattformen sind in der Regel die kostengünstigste Fassadenzugangslösung für niedrige und mittelhohe Gebäude. Da lediglich die Davit-Sockel permanent auf dem Dach verbleiben, wird sichtbare Dachausrüstung minimiert, während ein flexibler Zugang entlang des Gebäudeumfangs erhalten bleibt. Diese Methode gehört in Nordamerika weiterhin zu den am häufigsten eingesetzten Fassadenzugangsarten für Bürogebäude, Wohnanlagen, Hotels und institutionelle Gebäude in diesem Höhenbereich.
Gebäude mit gekrümmten Fassaden, zurückgesetzten Ebenen, Überhängen, geneigten Verglasungen oder Doppelfassaden benötigen häufig kundenspezifisch konstruierte BMUs mit Teleskopjibs, Gelenkauslegern und fortschrittlichen Wippmechanismen. Standard-Fassadenzugangssysteme können diese komplexen Geometrien oft nicht vollständig erreichen, ohne unzugängliche Fassadenbereiche zu hinterlassen. In manchen Fällen kann eine einzelne kundenspezifische BMU mehrere konventionelle Systeme ersetzen, indem sie die zusätzliche Reichweite und Beweglichkeit bereitstellt, die erforderlich ist, um schwierige Fassadenbereiche sicher und effizient zu warten.
Atrien, Oberlichter, verglaste Innenräume und Glasdächer nutzen häufig Monorail-Systeme, fahrbare Leitern oder Innenportale, die direkt in die Gebäudestruktur integriert sind. Diese Systeme werden häufig architektonisch verborgen, um die visuelle Wirkung zu minimieren und gleichzeitig einen zuverlässigen Wartungszugang zu gewährleisten. Zugangssysteme im Innenbereich müssen außerdem begrenzte Betriebsräume, die Sichtbarkeit für Gebäudenutzer und Anforderungen an die architektonische Integration berücksichtigen.
Industrieanlagen und Infrastrukturprojekte wie Brücken, Stadien, Telekommunikationstürme, Staudämme und Kraftwerke benötigen hochspezialisierte Zugangssysteme, die auf die jeweilige Konstruktion zugeschnitten sind. Diese Umgebungen weisen häufig ungewöhnliche Geometrien, eingeschränkte Zugangsbereiche und anspruchsvolle Umgebungsbedingungen auf. Kundenspezifische Portale, Hängeplattformen und konstruierte Zugangssysteme werden üblicherweise speziell für die Betriebs- und Wartungsanforderungen des jeweiligen Projekts entwickelt.
Integration der Fassadenzugangsausrüstung in die GebäudeplanungDie effektivsten Fassadenzugangssysteme werden gemeinsam mit dem Gebäude geplant und nicht erst nach Abschluss der Bauarbeiten ergänzt. Eine frühzeitige Koordination zwischen Architekten, Tragwerksplanern und Fassadenzugangsspezialisten hilft sicherzustellen, dass das System konstruktiv integriert, optisch verborgen und auf die Gebäudegeometrie sowie die Wartungsanforderungen optimiert ist.
Als Komplettanbieter unterstützt Facade Access Solutions Projekte mit eigener Konstruktion, Planung, Fertigung, Installation und langfristiger Servicekoordination. Mit mehr als 16.000 weltweit installierten Systemen an 39 Standorten arbeitet das Unternehmen eng mit Projektteams zusammen, um Fassadenzugangslösungen in neue und bestehende Bauwerke zu integrieren.
Permanente Fassadenzugangssysteme bringen strukturelle Lasten in das Gebäude ein, die frühzeitig im Planungsprozess berücksichtigt werden müssen. Dachtragfähigkeit, Anschlagpunkte, Einbindung von Schienen in Beton oder Baustahl sowie Aufstell- und Lastabtragungsbereiche für die Ausrüstung müssen vor Baubeginn koordiniert werden. BMU-Fahrrahmen, Jib-Baugruppen und hängende Betriebslasten erzeugen dynamische Kräfte in der Dachkonstruktion und dürfen nicht als untergeordnete Aspekte behandelt werden. Wenn Dachschienensysteme vorgesehen sind, kann zusätzliche Verstärkung erforderlich sein, um sowohl die Ausrüstung als auch die während des gesamten Gebäudelebenszyklus sicher ausgeführten Wartungsarbeiten zu tragen. Die Abstimmung mit einem Fassadenzugangsspezialisten in der Planungsphase hilft, kostspielige strukturelle Änderungen in späteren Bauphasen oder nach der Nutzung zu vermeiden.
Moderne Fassadenzugangssysteme werden häufig so ausgelegt, dass sie bei Nichtgebrauch nicht sichtbar sind. Das Verbergen der Ausrüstung ist besonders wichtig bei Landmark-Türmen, Hotelprojekten, hochwertigen Wohngebäuden und architektonisch sensiblen Projekten, bei denen sichtbare Dachmaschinen die gestalterische Gesamtwirkung beeinträchtigen könnten. Je nach Projektanforderungen werden verschiedene Verbergungsstrategien eingesetzt. Absenkgruben ermöglichen es, die BMU bei Nichtgebrauch vertikal in die Gebäudestruktur abzusenken. Dachgaragen bieten geschlossene Abstellbereiche, in denen die BMU hinter integrierten Zugangstoren geparkt werden kann. Bei manchen Projekten wird das Fassadenzugangssystem durch eine individuelle Integration in Dachstrukturen oder Fassadenelemente selbst Teil der architektonischen Gestaltung. Versenkbare Davit-Masten werden ebenfalls häufig eingesetzt, wenn eine möglichst geringe Sichtbarkeit der Dachausrüstung Priorität hat.
Viele ältere Gebäude wurden errichtet, bevor moderne Fassadenzugangsstandards zur üblichen Praxis wurden. Solche Bauwerke verfügen möglicherweise nicht über spezielle Dachbereiche für Ausrüstung, ausgelegte Verankerungssysteme oder ausreichende konstruktive Voraussetzungen für permanente Fassadenzugangsausrüstung. Die Nachrüstung von Fassadenzugangssystemen erfordert eine detaillierte statische Bewertung des Dachs, der Attika und angrenzender Tragbereiche, um Tragfähigkeit und Installierbarkeit zu prüfen. Das ausgewählte System muss innerhalb der vorhandenen konstruktiven Grenzen des Gebäudes funktionieren und zugleich Störungen in genutzten Bereichen während der Installation minimieren. Nachrüstfreundliche Lösungen können vor Ort montierte BMU-Nachrüstungen, schienengeführte Retrofit-Systeme und wandmontierte Rückhalteanker umfassen, wenn eine Dachdurchdringung nicht möglich ist oder bestehende Dachbedingungen herkömmliche Installationsmethoden einschränken.
Gekrümmte Fassaden, gestufte Ebenen, zurückgesetzte Verglasungen, geneigte Glasflächen und Doppelfassaden stellen besondere Zugangsanforderungen dar, die Standard-BMU-Konfigurationen oft nicht bewältigen können. Kundenspezifische Systeme können Gelenkjibs, Teleskopausleger, Wippmechanismen oder spezielle Klettersysteme umfassen, mit denen ungewöhnliche Fassadengeometrien sicher und effizient erreicht werden können. In vielen Anwendungen werden windengestützte Systeme bevorzugt, wenn die Ausrüstung längere Strecken zurücklegen, Kurven bewältigen oder höhere Hängelasten tragen muss. Facade Access Solutions bietet kundenspezifisch konstruierte Systeme, die gezielt für anspruchsvolle architektonische Bedingungen und komplexe Wartungsanforderungen entwickelt werden.
Auswahl der richtigen Fassadenzugangsausrüstung für die langfristige GebäudewartungModerne Gebäudewartung stützt sich auf eine breite Palette von Fassadenzugangsausrüstung, die für unterschiedliche Gebäudehöhen, Fassadengeometrien und betriebliche Anforderungen entwickelt wurde. Von Building Maintenance Units und motorisierten Davit-Fahrwerken bis hin zu tragbaren Davits, Monorail-Systemen, Portalen, Rückhalteankern und Hängeplattformen übernimmt jede Lösung eine spezifische Aufgabe, um während des gesamten Gebäudelebenszyklus einen sicheren und effizienten Fassadenzugang zu unterstützen.
Es gibt kein einzelnes Fassadenzugangssystem, das für jedes Projekt geeignet ist. Die richtige Lösung hängt von der Dachkonfiguration, der Fassadenkomplexität, der Wartungshäufigkeit, strukturellen Einschränkungen und langfristigen Betriebszielen ab. Die Integration von Fassadenzugangsausrüstung in der Gebäudeplanungsphase bleibt zwar der effizienteste und kostengünstigste Ansatz, doch Nachrüstlösungen ermöglichen auch bestehenden Gebäuden einen sicheren und modernen Wartungszugang.
Facade Access Solutions, Teil der Alimak Group, bietet eine vollständige Palette von Fassadenzugangssystemen, unterstützt durch eigene Konstruktion, Planung, Fertigung, Installation und laufende Wartungsleistungen. Über globale Marken wie Manntech, CoxGomyl und Tractel unterstützt FAS Gebäudeeigentümer und Projektteams bei der Auswahl sicherer, normgerechter und langfristiger Zugangsstrategien für komplexe Gebäude. Gebäudeeigentümer, Architekten, Ingenieure und Fassadenberater können Facade Access Solutions kontaktieren, um die am besten geeignete Fassadenzugangsstrategie für ihre Projektanforderungen zu besprechen.
Haftungsausschluss: Die dargestellten Grafiken dienen nur zur Veranschaulichung und stellen keine tatsächlichen Produkte, Geräte oder realen Bedingungen dar.
Sprechen Sie mit unseren Spezialisten, um die passende Lösung für Ihr Gebäude zu finden.
Fordern Sie ein Angebot anEine Building Maintenance Unit (BMU) ist ein permanentes, auf dem Dach montiertes Fassadenzugangssystem, das typischerweise bei Hochhäusern eingesetzt wird, die eine vollständige Abdeckung des Gebäudeumfangs und erweiterte Reichweiten benötigen. Ein Davit-System verwendet tragbare oder schienengeführte Davit-Arme zum Aufhängen einer motorisierten Plattform und wird häufiger bei niedrigen und mittelhohen Gebäuden eingesetzt. BMUs eignen sich im Allgemeinen besser für komplexe Fassaden und höhere Bauwerke, während Davit-Systeme eine wirtschaftlichere Lösung für einfachere Wartungsanforderungen bieten.
Es gibt keine allgemeingültige Gebäudehöhe, ab der automatisch ein permanentes Fassadenzugangssystem vorgeschrieben ist. Die Entscheidung hängt von Faktoren wie Fassadenkomplexität, Wartungshäufigkeit, Dachkonfiguration und lokalen Sicherheitsvorschriften ab. In den meisten Fällen profitieren mittel- und hochgeschossige Gebäude von permanenter Fassadenzugangsausrüstung, da sie die langfristige Wartungseffizienz, die Sicherheit der Beschäftigten und die Betriebssicherheit verbessert.
Ja, Fassadenzugangssysteme können bei vielen bestehenden und älteren Gebäuden nachgerüstet werden. Retrofit-Projekte umfassen typischerweise statische Bewertungen des Dachs, der Attika und der Verankerungspunkte, um innerhalb der bestehenden Gebäudebedingungen die geeignetste Lösung zu bestimmen. Zu den gängigen Nachrüstoptionen gehören tragbare Davits, schienengeführte Systeme, vor Ort montierte BMU-Nachrüstungen und wandmontierte Rückhalteanker.
Eine ordnungsgemäß gewartete Building Maintenance Unit kann mehrere Jahrzehnte in Betrieb bleiben. Die Lebensdauer der Ausrüstung hängt von Umwelteinflüssen, Nutzungshäufigkeit, Wartungspraktiken und regelmäßigen Modernisierungen während der Nutzungsdauer des Systems ab. Jährliche Inspektionen durch eine fachkundige Person sowie vorbeugende Wartungsprogramme sind entscheidend, um langfristige Leistung und Sicherheitskonformität aufrechtzuerhalten.
Fassadenzugangsausrüstung unterstützt zahlreiche Außenwartungsarbeiten, darunter Fensterreinigung, Fassadeninspektionen, Glasaustausch, Abdichtungsarbeiten, Reparaturen an Bekleidungen, Austausch von Dichtstoffen und Außenrestaurierungen. Diese Systeme ermöglichen außerdem einen sicheren Zugang für routinemäßige Wartungsinspektionen und spezialisierte Reparaturarbeiten an komplexen Gebäudeaußenflächen.