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Welche Sicherheitsfunktionen haben Gebäudewartungseinheiten?

Fassadenwartungsteams arbeiten auf hängenden Plattformen in großer Höhe, wobei die Systemleistung die Sicherheit direkt bestimmt. Der Unterschied zwischen einem kontrollierten Betrieb und einem schweren Zwischenfall hängt davon ab, wie gut die Gebäudewartungseinheit konstruiert ist. Sicherheit bei Gebäudewartungseinheiten ist keine reine Compliance-Übung. Sie ist eine integrierte Ingenieursdisziplin, die in jede Komponente eingebaut ist – von den Hebesystemen bis zu den Steuerungsschnittstellen. Eine korrekt spezifizierte BMU kombiniert mechanische, elektrische und strukturelle Sicherheitsvorkehrungen, die unter realen Betriebsbedingungen zusammenarbeiten.

Für Architekten, Projektentwickler und Facility Manager ist das Verständnis dieser Sicherheitsfunktionen entscheidend. Es bestimmt, ob ein Fassadenzugangssystem über Jahrzehnte hinweg zuverlässig funktioniert und gleichzeitig regulatorische, betriebliche und haftungsrelevante Anforderungen erfüllt.

Die tatsächlichen Risiken von Arbeiten in der Höhe

Arbeiten in der Höhe gehören weltweit weiterhin zu den häufigsten Ursachen schwerer Verletzungen und tödlicher Unfälle im Bauwesen und in der Gebäudewartung. Dies spiegelt sich in wichtigen regulatorischen Rahmenwerken wider, darunter OSHA 1910.66 in Nordamerika, EN 1808 in Europa und AS 1418.13 in Australien sowie entsprechende Standards im Nahen Osten und im asiatisch-pazifischen Raum. Die Risiken für Bediener, die Gebäudewartungseinheiten verwenden, sind hochgradig technischer Natur und werden häufig durch Umwelt- und Betriebsvariablen zusätzlich verstärkt. Plattforminstabilität kann durch ungleichmäßige Lastverteilung, plötzliche Bewegungen oder Fassadengeometrien entstehen, die seitliche Kräfte verursachen. Mechanische Ausfälle während der Absenkung stellen eines der kritischsten Risikoszenarien dar, insbesondere wenn Redundanzsysteme nicht ordnungsgemäß konstruiert oder gewartet werden.

Auch Aufhängungssysteme bringen eigene Risiken mit sich. Drahtseile sind Ermüdung, Korrosion und fortschreitendem Verschleiß ausgesetzt, insbesondere unter zyklischen Belastungen. Ohne ordnungsgemäße Überwachung und Wartung können sich daraus strukturelle Schwachstellen entwickeln. Ein plötzlicher Stromausfall ist ein weiterer wesentlicher Risikofaktor, da Bewegungen unterbrochen werden, während die Plattform noch hängt, und sofortiger Zugang zu kontrollierten Absenksystemen erforderlich wird.

Windlasten erschweren den Betrieb zusätzlich. Hochhäuser sind wechselnden Windbedingungen ausgesetzt, die Schwingungen verursachen, die Positionierung der Plattform beeinflussen und die Belastung mechanischer sowie struktureller Komponenten erhöhen können. Gleichzeitig können schlecht konstruierte Steuerungssysteme die Wahrscheinlichkeit von Bedienfehlern erhöhen, insbesondere unter hohem Druck oder bei eingeschränkter Sicht. Diese Risiken sind in der Branche gut bekannt, weshalb Sicherheitsfunktionen bei Gebäudewartungseinheiten keine optionalen Erweiterungen darstellen. Sie sind grundlegende Systemanforderungen für sicheren Betrieb, regulatorische Konformität und langfristige Zuverlässigkeit.

Wie Sicherheit in der Planungsphase langfristige Haftungsrisiken reduziert

Die Sicherheit von Gebäudewartungseinheiten muss bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Nach der Installation lässt sie sich ohne erhebliche Kosten, Einschränkungen oder Kompromisse nicht wirksam nachrüsten. Eine frühzeitige Abstimmung zwischen Fassadenzugangsspezialisten, Architekten und Tragwerksingenieuren bestimmt, wie das System unter realen Betriebsbedingungen funktioniert. Dachkonstruktionen müssen so ausgelegt sein, dass sie sowohl statische Lasten als auch dynamische Kräfte aufnehmen können, die durch die Bewegung der BMU entstehen, einschließlich Hebevorgängen, Horizontalbewegungen und windbedingten Belastungen.

In dieser Phase werden mehrere entscheidende Planungsfaktoren festgelegt:

  • Dachlastkapazität: Muss das statische Systemgewicht sowie dynamische Betriebslasten berücksichtigen, einschließlich Hebekräften und Winddruck in großer Höhe.
  • Positionierung der Anschlagpunkte: Muss auf sichere Arbeitsbereiche abgestimmt sein und gleichzeitig die strukturelle Integrität gewährleisten. Eine schlechte Positionierung kann die Fassadenabdeckung einschränken oder unsichere Lastpfade verursachen.
  • Konfiguration und Reichweite der Gondel: Muss an die Fassadengeometrie angepasst sein, einschließlich Rücksprüngen, Überhängen, geneigten Flächen und komplexen Gebäudeformen, die die Stabilität der Plattform beeinflussen.
  • Schienenlayout und Fahrbereiche: Müssen eine vollständige Fassadenabdeckung gewährleisten, ohne Entgleisungsrisiken, übermäßige strukturelle Belastungen oder betriebliche Ineffizienzen zu verursachen.
  • Notfallrettungswege: Müssen sicherstellen, dass die Gondel unter allen Bedingungen sichere Rettungspositionen erreichen kann, einschließlich Stromausfällen oder mechanischen Störungen.
  • Auslegergelenke und Schwenkbereich: Müssen eine kontrollierte Positionierung sowohl für den Betrieb als auch für Notfallzugänge ermöglichen, ohne improvisierte Rettungsmethoden zu erfordern.

Aus Sicht von Projektentwicklern und Gebäudeeigentümern haben diese Planungsentscheidungen direkte langfristige Auswirkungen:

  • Inspektions- und Compliance-Risiken: Falsch spezifizierte Systeme können bei Erst- oder Regelinspektionen durchfallen, wodurch die Nutzung verzögert oder der Betrieb gestört wird.
  • Versicherungsrisiken: Unzureichende Sicherheitskonzepte können zu höheren Prämien oder eingeschränktem Versicherungsschutz führen, insbesondere bei Hochhäusern oder komplexen Bauwerken.
  • Betriebliche Einschränkungen: Schlechte Zugangskonzepte können die Wartungsabdeckung einschränken und langfristig höhere Fassadenwartungskosten verursachen.
  • Komplexität und Kosten von Nachrüstungen: Die Korrektur von Planungsmängeln nach der Installation erfordert häufig strukturelle Änderungen, Systemaustausch oder betriebliche Kompromisse.
  • Risiken für die Lebenszyklus-Zuverlässigkeit: Systeme, die nicht für reale Betriebsbedingungen ausgelegt sind, verschleißen in der Regel schneller, was die Wartungshäufigkeit und das Ausfallrisiko erhöht.

Diese Risiken bleiben nicht isoliert. Sie verstärken sich im Laufe der Zeit, während das System genutzt, geprüft und gewartet wird. Die frühzeitige Einbindung eines erfahrenen Spezialisten für Fassadenzugang stellt sicher, dass diese Variablen von Anfang an berücksichtigt werden. Dieser Ansatz verbindet Tragwerksplanung, Zugangskonzept und Sicherheitssysteme bereits in der Konzeptphase und reduziert langfristige Haftungsrisiken, während gleichzeitig ein konsistenter und regelkonformer Betrieb über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes unterstützt wird.

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Mechanische Sicherheitsfunktionen moderner BMUs

Mechanische Systeme bilden die Grundlage der Sicherheit von Gebäudewartungseinheiten. Sie sind verantwortlich für Hebevorgänge, Lastkontrolle, Bewegungsstabilität und Redundanz sowohl unter normalen Betriebsbedingungen als auch im Fehlerfall.

• Hebe- und Bremssysteme

Moderne BMUs verwenden standardmäßig mehrlagige Trommelwinden-Sicherheitssysteme für Aufhängungssysteme. Im Gegensatz zu Traktionssystemen wickeln Trommelwinden das Aufhängungsseil um eine Trommel, wodurch das Risiko des Durchrutschens reduziert und die Kontrolle über Lastbewegungen verbessert wird. Diese Konfiguration minimiert zudem den Seilverschleiß, insbesondere bei Anwendungen mit hohen Lastzyklen. Bremssysteme sind mit mehreren Redundanzebenen ausgelegt. Der primäre Bremsmechanismus ist typischerweise eine elektromagnetische Motorbremse, die Bewegungen während des normalen Betriebs kontrolliert. Ergänzt wird diese durch eine sekundäre Sicherheitsbremse, die direkt auf die Windentrommel wirkt. Erkennt das System eine Übergeschwindigkeit oder ein unkontrolliertes Absenken, wird diese Bremse automatisch aktiviert.

Eine dritte Schutzebene wird häufig durch Fliehkraftbremsen bereitgestellt. Diese Systeme greifen ein, wenn die Rotationsgeschwindigkeit definierte Grenzwerte überschreitet, sodass Bewegungen selbst unter extremen Fehlerbedingungen kontrolliert bleiben. Manuelle Absenkvorrichtungen sind ein wesentlicher Bestandteil dieses Systems. Im Falle eines Stromausfalls müssen Bediener die Plattform mithilfe eines kontrollierten mechanischen Mechanismus sicher absenken können. Dies ist eine grundlegende Anforderung gemäß EN 1808 und vergleichbaren Normen.

• Seil- und Aufhängungssysteme

Aufhängungssysteme basieren auf den Prinzipien von Redundanz und Langlebigkeit. Eine normgerechte BMU verwendet vier unabhängige Drahtseile, von denen jedes die Last der Plattform tragen kann. Dadurch wird sichergestellt, dass ein einzelner Seilausfall nicht zum Absturz der Plattform führt. Diese Seile bestehen in der Regel aus verzinktem hochfestem Stahl und sind einzeln zertifiziert. Je nach Systemkonfiguration und Lastanforderungen liegt ihr Durchmesser typischerweise zwischen 7 mm und 14 mm. EN 1808 schreibt einen Mindest-Sicherheitsfaktor von mehr als 12 vor, was bedeutet, dass jedes Seil Lasten weit über den betrieblichen Anforderungen standhalten muss.

Seilführungssysteme sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Leistung. Großdimensionierte Rollen reduzieren Biegespannungen und Reibung und verlängern dadurch die Lebensdauer der Seile. Materialien wie PA6 werden aufgrund ihrer Festigkeit und Verschleißbeständigkeit häufig verwendet. Systeme zur Erkennung schlaffer Seile überwachen kontinuierlich die Seilspannung. Verliert ein Seil unerwartet Spannung, erkennt das System diesen Zustand und löst Warnungen oder Abschaltverfahren aus, bevor daraus ein strukturelles Problem entsteht.

• Überlastschutz

Überlastschutzsysteme überwachen das Plattformgewicht in Echtzeit. Nähert sich die Last der zulässigen Arbeitsgrenze, verhindert das System weitere Bewegungen, um sicherzustellen, dass strukturelle und mechanische Grenzwerte nicht überschritten werden. BMU-Systeme arbeiten typischerweise mit Tragfähigkeiten zwischen 240 kg und 1.000 kg. Der Überlastschutz stellt sicher, dass der Betrieb unter allen Bedingungen innerhalb dieses Bereichs bleibt. Zusätzliche Sensoren an den Aufhängungspunkten ermöglichen eine lokale Überwachung kritischer Lastübertragungsschnittstellen.

• Entgleisungsschutz und Fahrwerkssteuerung

BMUs, die auf Dachschienen betrieben werden, müssen während horizontaler Bewegungen stabil bleiben. Entgleisungsschutzsysteme verwenden mechanische Klemmvorrichtungen und Halterungen, um die Einheit an der Schiene zu sichern, insbesondere unter Windlasten oder ungleichmäßigen Bewegungen. Fahrwerksysteme sind mit sanften Start- und Stoppfunktionen ausgestattet, um plötzliche Beschleunigungen oder Verzögerungen zu vermeiden. Dadurch werden strukturelle Belastungen reduziert und die Kontrolle durch den Bediener verbessert. Integrierte Bremssysteme stellen sicher, dass die Einheit in Stillstandposition fixiert bleibt und nicht entlang der Schiene driftet.

Sicherheitsfunktionen elektrischer und steuerungstechnischer Systeme

Elektrische Systeme ermöglichen Echtzeitüberwachung und -steuerung und stellen sicher, dass die BMU sofort auf sich ändernde Bedingungen und potenzielle Fehler reagiert.

• Not-Aus-Steuerungen

Not-Aus-Systeme sind an allen Steuerpunkten installiert, einschließlich der Gondel und des Dachwagens. Diese Steuerungen ermöglichen es den Bedienern, im Problemfall alle Bewegungen sofort zu stoppen. Jede Not-Aus-Funktion arbeitet unabhängig, sodass ein Fehler in einem Stromkreis die Fähigkeit des Systems zum sicheren Stillstand nicht beeinträchtigt. Diese Redundanz ist entscheidend, um die Kontrolle unter Fehlerbedingungen aufrechtzuerhalten. Totmannsteuerungen erhöhen die Sicherheit zusätzlich, indem sie eine kontinuierliche Bedienereingabe erfordern, um Bewegungen aufrechtzuerhalten. Sobald die Steuerung losgelassen wird, stoppt die Plattform sofort, wodurch das Risiko unbeabsichtigter Bewegungen reduziert wird.

• Sensorbasierte Überwachung

Moderne BMUs integrieren eine Vielzahl von Sensoren zur Überwachung der Betriebsbedingungen. Hindernissensoren erkennen Objekte im Bewegungsweg und lösen automatische Stopps aus, um Kollisionen zu verhindern. Windsensoren messen kontinuierlich die Umgebungsbedingungen und unterbrechen den Betrieb, wenn Grenzwerte überschritten werden. Endlagensensoren definieren die oberen und unteren Fahrgrenzen der Plattform, um ein Überfahren zu verhindern. Neigungs- und Anti-Kipp-Sensoren überwachen die Ausrichtung der Plattform, um eine stabile Lastverteilung sicherzustellen. In fortschrittlichen Systemen korrigieren automatische Nivellierungsfunktionen Ungleichgewichte aktiv während des Betriebs.

• Ausfallsichere Steuerungsschnittstellen

Steuerungsschnittstellen sind darauf ausgelegt, Bedienfehler zu minimieren. Mensch-Maschine-Schnittstellen bieten über LCD-Displays klare visuelle Rückmeldungen zu Systemstatus, Fehlerzuständen und Betriebsparametern. Jede Funktion wird über einen dedizierten Schalter gesteuert, wodurch Unklarheiten reduziert und unbeabsichtigte Aktivierungen verhindert werden. Steuerungssysteme arbeiten typischerweise mit Niederspannungsarchitekturen, wodurch die Sicherheit erhöht und das Risiko elektrischer Gefährdungen reduziert wird.

• Verriegelungs- und Fehlbedienungsschutzsysteme

Elektrische Verriegelungen verhindern den Betrieb unter unsicheren Bedingungen. Schlüsselsysteme beschränken den Zugriff auf autorisiertes Personal und stellen sicher, dass die BMU nur gestartet werden kann, wenn alle Sicherheitsparameter erfüllt sind. Motorsynchronisationssysteme überwachen mehrere Antriebseinheiten, um eine gleichmäßige Lastverteilung sicherzustellen. Wird ein Ungleichgewicht erkannt, stoppt das System automatisch, um strukturelle Belastungen oder mechanische Schäden zu verhindern. Ferndiagnosen über SPS-Systeme ermöglichen Technikern die Überwachung der Leistung, die Identifikation von Fehlern und die Planung von Wartungsmaßnahmen, ohne dass ein sofortiger Vor-Ort-Einsatz erforderlich ist.

Notfallrettungs- und Backup-Systeme

Eine Gebäudewartungseinheit muss unter allen Bedingungen eine sichere Rettung gewährleisten. Notfallrettungssysteme sind eine zentrale Konstruktionsanforderung und keine optionale Funktion.

• Manuelle Absenkung und Protokolle bei Stromausfall

Manuelle Absenkvorrichtungen ermöglichen es Bedienern, die Plattform bei vollständigem Stromausfall sicher abzusenken. Diese Systeme ermöglichen kontrollierte Bewegungen unabhängig von elektrischer Energie und sind nach allen wichtigen Normen vorgeschrieben. Einige Systeme verfügen über eine Backup-Stromversorgung, um ein begrenztes kontrolliertes Absenken zu unterstützen, bevor ein manueller Betrieb erforderlich wird. Dies ergänzt eine zusätzliche Ebene betrieblicher Widerstandsfähigkeit.

• Mehrstufige Bremsenredundanz

Redundanz in Bremssystemen stellt sicher, dass kein einzelner Fehler zu unkontrollierten Bewegungen führen kann. Mehrere unabhängige Bremsmechanismen arbeiten automatisch und bieten unabhängig vom Fehlerszenario eine konsistente Reaktion. Diese Systeme sind so ausgelegt, dass sie ohne Bedienereingabe eingreifen und dadurch selbst unter stressreichen Bedingungen sofortiges Handeln gewährleisten.

• Konstruktion von Notfallrettungszugängen

Die Notfallrettung ist in die Systemgeometrie integriert. Die BMU muss in der Lage sein, die Gondel an eine Position zu bringen, an der Bediener sicher gerettet werden können. Gleichzeitig muss Wartungspersonal Zugang zur Einheit erhalten können, ohne zusätzlichen Risiken ausgesetzt zu sein. Dies erfordert eine koordinierte Planung von Auslegerreichweite, Gelenkbereich und Schwenkfähigkeit. Diese Faktoren werden während der Systemspezifikation bewertet, um praktikable und sichere Rettungsverfahren sicherzustellen.

Wie Sicherheit über den gesamten BMU-Lebenszyklus aufrechterhalten wird

Die Sicherheitsleistung wird durch ordnungsgemäße Prüfungen, Wartung und Bedienung aufrechterhalten.

• Werksprüfung und Freigabe vor Auslieferung

Alle BMUs durchlaufen vor der Auslieferung vollständige Funktionstests. Dazu gehört die Validierung anhand relevanter Normen und Vorschriften wie EN 1808, OSHA 1910.66, ASME A120.1, CSA Z91, CSA Z271, AS 1418.13 und ISO 9001. Wichtige Komponenten, einschließlich struktureller Baugruppen, Aufhängungssysteme und elektrischer Steuerungen, werden getestet, um die Leistung unter Betriebsbedingungen zu bestätigen. Die Dokumentation dieses Prozesses bildet einen Teil der Konformitätsunterlagen des Systems.

• Regelmäßige Inspektionen und vorbeugende Wartung

Ein strukturiertes Wartungsprogramm ist unerlässlich. Inspektionen vor der Nutzung erkennen sichtbare Probleme vor dem Betrieb. Vierteljährliche Seilinspektionen bewerten Verschleiß, Durchmesser und strukturelle Integrität. Jährliche Audits bieten eine unabhängige Überprüfung des Systemzustands. Alle Inspektionen müssen dokumentiert werden. Wartungsunterlagen unterstützen die regulatorische Konformität, Versicherungsanforderungen und die langfristige Systembewertung.

• Bedienerschulung und Zertifizierung

Obwohl der Betrieb einer BMU keine Zertifizierung für Seilzugangstechnik erfordert, ist eine strukturierte Schulung erforderlich. Bediener müssen Systemsteuerungen, Sicherheitsfunktionen, Inspektionsverfahren und Notfallprotokolle verstehen. Schulungen gewährleisten einen konsistenten Betrieb und verringern die Wahrscheinlichkeit nutzerbedingter Zwischenfälle.

• Originalteile und OEM-Service

BMU-Systeme sind als integrierte Einheiten konzipiert. Die Verwendung von Nicht-OEM-Komponenten kann die Sicherheit beeinträchtigen und Zertifizierungen ungültig machen. Ersatzteile müssen den Originalspezifikationen entsprechen und von qualifizierten Technikern installiert werden, um die Systemintegrität aufrechtzuerhalten.

Worauf bei der Bewertung von BMU-Sicherheitsfunktionen zu achten ist

Die Auswahl einer Gebäudewartungseinheit erfordert eine detaillierte Bewertung, wie das System unter realen Betriebsbedingungen funktioniert.

  • Mehrstufige Redundanz in Brems- und Seilsystemen: Ein konformes System muss mehrere unabhängige Bremsmechanismen und vier Aufhängungsseile mit geeigneten Sicherheitsfaktoren umfassen. Die Redundanz sollte klar definiert und validiert sein.
  • Sensorabdeckung und automatische Abschaltfähigkeit: Sensoren sollten alle kritischen Bedingungen abdecken, einschließlich Last, Position, Wind und Ausrichtung. Automatische Abschaltfunktionen müssen Standard sein, nicht optional.
  • Notfallrettung als Standard, nicht als Zusatz: Notfallrettungssysteme müssen in die Konstruktion integriert sein. Manuelle Absenkvorrichtungen und die Fähigkeit zur Rettungspositionierung sind wesentliche Merkmale.
  • Nachvollziehbarkeit der Konformität und Dokumentation: Vollständige Dokumentation muss bereitgestellt werden, einschließlich Prüfunterlagen und Zertifizierungen. Diese sind für behördliche Genehmigungen und das laufende Systemmanagement erforderlich.

Ihr Gebäude verdient mehr als nur ein Compliance-Häkchen

Beginnen Sie mit früher Planungsintegration. Sicherheit ist am wirksamsten, wenn sie von Anfang an in das System integriert wird, nicht erst nachträglich. Fordern Sie vollständige technische Transparenz. Ein zuverlässiger Anbieter sollte jede Sicherheitsfunktion klar definieren, einschließlich Bremssystemen, Sensorabdeckung und Notfallprotokollen. Bewerten Sie den langfristigen Wert statt nur der Anfangskosten. Systeme, die Änderungen erfordern oder Inspektionen nicht bestehen, verursachen im Laufe der Zeit größere Risiken und Kosten.

Priorisieren Sie Unterstützung über den gesamten Lebenszyklus. Laufende Wartung, Schulung und Zugang zu Originalkomponenten sind entscheidend, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb aufrechtzuerhalten. Facade Access Solutions arbeitet mit Architekten, Projektentwicklern und Facility Managern in globalen Märkten zusammen, um Gebäudewartungseinheiten zu spezifizieren, zu liefern und zu unterstützen, die für langfristige Sicherheit und Leistung ausgelegt sind.

 

Haftungsausschluss: Die dargestellten Grafiken dienen nur zur Veranschaulichung und stellen keine tatsächlichen Produkte, Geräte oder realen Bedingungen dar.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Sicherheitsfunktionen sind bei einer Gebäudewartungseinheit am wichtigsten?

Mehrschichtige Bremssysteme, vier unabhängige Aufhängungsseile, Überlastschutz und sensorbasierte Überwachung sind am wichtigsten. Diese Systeme bieten Redundanz und gewährleisten eine kontrollierte Reaktion unter Fehlerbedingungen.

Wie oft sollten BMU-Sicherheitssysteme inspiziert und gewartet werden?

Vor jeder Nutzung sollten Kontrollen durchgeführt werden. Detaillierte Inspektionen erfolgen in der Regel alle drei Monate, wobei jährliche Audits durch Dritte erforderlich sind, um die Konformität aufrechtzuerhalten.

Welche internationalen Sicherheitsstandards gelten für BMUs in verschiedenen Regionen?

EN 1808 gilt in Europa und Großbritannien. OSHA 1910.66 und ASME A120.1 gelten in Nordamerika. AS 1418.13 gilt in Australien, während andere Regionen sich an diesen Rahmenwerken orientieren.

Was passiert, wenn eine BMU Strom verliert, während die Gondel aufgehängt ist?

Ein ordnungsgemäß konstruiertes System umfasst eine manuelle Absenkvorrichtung, mit der die Plattform kontrolliert abgesenkt werden kann. Einige Systeme verfügen außerdem über eine Backup-Stromversorgung für einen begrenzten Betrieb, bevor auf manuelle Steuerung umgestellt wird.

Können ältere BMUs mit modernen Sicherheitsfunktionen nachgerüstet werden?

Einige Upgrades sind möglich, beispielsweise Sensoren und Steuerungssysteme. Eine vollständige Konformität kann jedoch je nach Einschränkungen der ursprünglichen Konstruktion einen Systemaustausch erfordern.

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